EU-Liste nicht-kooperativer Länder
Steuerparadiese und Schwarze Liste der EU

Erste EU-Liste nicht-kooperativer Länder

Der Rat hat sich in seinen Schlussfolgerungen vom 5. Dezember 2017 auf die erste gemeinsame EU-Liste der nicht kooperativen Steueroasen geeinigt. Diese ist Teil der EU-Außenstrategie zur Bekämpfung von Steuerbetrug, Steuerhinterziehung und Steuervermeidung.

Der Hauptzweck der Liste besteht darin, Länder abzuschrecken, die sich bei der Besteuerung konsequent unfair verhalten. Die Liste soll auch den Dialog zwischen den Ländern und der EU fördern, um internationale Standards für verantwortungsvolles Handeln im Steuerbereich zu erfüllen.

Crypto Miner und staatliche Eingriffe

Crypto Miner eignen sich hervorragend, um sich vor staatlichen Eingriffen zu schützen.

Reform der EU-Schwarzen Liste

Die europäischen Regierungen müssen Null- und Niedrigsteuerländer auf die Schwarze Liste setzen, Metriken für künstlich verlagerte wirtschaftliche Aktivitäten definieren und Transparenz über wirtschaftliche Eigentümer verlangen.

Andernfalls bleibt die Liste aus Sicht der Kritiker wirkungsschwach und ermöglicht es profitablen Unternehmen weiterhin, ihren gerechten Steueranteil zu umgehen.

Seychellen von der Liste gestrichen

Die Seychellen sowie Anguilla und Dominica wurden von der EU-Liste gestrichen, nachdem eine zusätzliche Prüfung der internationalen Standards für Steuertransparenz und Informationsaustausch in Aussicht gestellt wurde.

Oxfam: Liste reicht nicht aus

Laut Oxfam wäre die schwarze Liste der EU nur dann wirklich wirksam, wenn sie deutlich ausgeweitet würde, unter anderem auf weitere bekannte Steuerparadiese.

Nach der Überarbeitung vom Februar 2021 umfasste die Liste 12 Länder, darunter Amerikanisch-Samoa, Anguilla, Dominica, Fidschi, Guam, Palau, Panama, Samoa, Seychellen, Trinidad und Tobago, Amerikanische Jungferninseln und Vanuatu.